Die vielfältige Welt der Holzwerkstoffe

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  • 19. Oktober 2015

Industrieholz ist neben Sägenebenprodukten und Recyclingholz die Basis für Holzwerkstoffe aller Art.

In Salzburg hat die Produktion von Span- und Faserplatten seit Entwicklung der ersten Plattenwerkstoffe eine lange Tradition. Die Verwertung des Industrieholzes durch die Holzwerkstoffindustrie stellt ein wichtiges Standbein für die Salzburger Waldbesitzer dar.

Jenes Industrieholz, das die heimische Plattenindustrie verwertet, ist eine Mischung aus fast allen anderen Industrieholzsortimenten. Abgezopft wird für die Plattenindustrie bereits ab 4 cm. Für die verschiedenen Verwendungszwecke in der Plattenherstellung wird dabei nach Nadelhölzern sowie Hart- und Weichlaubhölzern unterschieden. Ausgehend vom Rohholz werden daraus verschiedene Span- und Faserplatten hergestellt. Dazu wird das Industrieholz mit großen Hackern zerkleinert, um die gewünschten Fasern und Späne zu erhalten. Vermischt mit ebenfalls zerkleinerten Hackschnitzeln oder Hobelspänen aus Sägenebenprodukten und Recyclingholz bilden diese den Grundstoff der Platten.

Spanplatte
Die Spanplatte ist jener Holzwerkstoff, der wohl am weitesten verbreitet ist. Sie bestehen aus unterschiedlich großen beleimten Spänen, die meist in drei bis fünf Schichten zu Mehrschichtplatten verpresst werden. Es gibt sie in roher, furnierter, beschichteter oder in mit Folien überzogener Form. Beim Furnieren der Platte wird eine dünne Echtholzschicht auf die Platte aufgeleimt. Gerade im Möbelbau kommt diese Art der Plattenveredelung besonders häufig zum Einsatz.

Die Faserplatte
Bei den Faserplatten kommen im Unterschied zu den Spanplatten längere und dünnere Fasern zum Einsatz. Faserplatten haben eine besonders gleichmäßige Dichte, verfügen über eine glatte Oberfläche und bieten besonders leichte Bearbeitbarkeit. Vor allem aber zeichnen sie sich durch eine hohe Bruch- und Biegefestigkeit aus, die gerade im Möbelbau für Rückwände und Schubladenbögen von wesentlicher Bedeutung sind. Sie kommen aber auch in der Türen- und Bauindustrie zum Einsatz.

MDF- und HDF-Platte
Die MDF-Platte (mitteldichte Faserplatte) besteht aus feinen Holzfasern, die zu einer Platte mit einer äußerst glatten Oberfläche und einer hohen Querzug- und Biegefestigkeit verpresst werden. Aufgrund der guten Bearbeitbarkeit kommt die Platte vor allem für Möbelfronten zum Einsatz, sie findet aber auch Verwendung bei Fußböden und bildet das Basismaterial für weitere Veredelungsschritte, bei denen beispielsweise ein Befräsen erforderlich ist. Im Gegensatz zur MDF-Platte verfügt die HDF-Platte (hochdichte Faserplatte) über eine noch höhere Materialdichte und ist daher noch stärker belastbar.

OSB-Platte
Die OSB-Platte (Oriented Strand Board) ist eine Kombination zwischen Sperrholz und Flachpressspanplatte. Furnierstreifen werden unter Hitze und hohem Druck zu einer Platte verpresst. OSB kommt für aussteifende Wandelemente, Fußbodenaufbauten, Fußböden, Dachausbau, Hallenbau, Betonschalungen, Dach- und Wandverkleidungen, Möbel, Türkonstruktionen, Plakat- und Lärmschutzwände, Fassaden und in der Verpackungsindustrie zum Einsatz.

Waldverband Salzburg

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