Eschenhilfsprogramm

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  • 19. Oktober 2015

Durch das Triebsterben ist die Esche in Not geraten. Das Bundesforschungszentrum für Wald und die BOKU starten einen Aufruf zur Rettung der Esche.

Die Ausgangslage
Das Eschentriebsterben wird durch einen eingeschleppten Pilz namens „Hymenoscyphus pseudoalbidus“ ausgelöst. Diese Krankheit stellt die Forstwirtschaft mittlerweile vor eine große Herausforderung. Denn auf vielen Standorten gibt es nur wenige Alternativen zur Mischbaumart Esche. Den Hoffnungsschimmer bietet die Genetik. Experten in Europa gehen momentan davon aus, dass 1% der Europäischen Eschen hochresistent sind. Das Bundesamt und Forschungszentrum für Wald hat auch in ihren eigenen Samenplantagen in Österreich festgestellt, dass bis zu 5% der Klone wenig anfällig oder resistent gegen das Eschentriebsterben sind. Um hier die genetische Vielfalt resistenter Klone zu erhöhen, braucht es eine Auffrischung.

Das Ziel
In einem gemeinsamen Projekt suchen die Universität für Bodenkultur und das Bundesforschungszentrum für Wald mehrere hundert resistente Eschen. Damit soll die genetische Vielfalt der Saatgutplantagen erhöht werden bzw. neue Plantagen aufgebaut werden. Dadurch soll es in Zukunft wieder möglich sein, der Forstwirtschaft lokal angepasstes und möglichst resistentes Saatgut an Esche zur Verfügung zu stellen.

Die Maßnahme
Im ersten Projektabschnitt werden vorzugsweise weibliche, resistente Eschen gesucht, deren Samen heuer noch gesammelt werden sollen. Da diese heuer stark fruktifizieren, sollten sie leicht erkennbar sein. Nach folgenden Kriterien sollten gesunde Esche gefunden und gemeldet werden:

  • Suchgebiet ausschließlich nach gering oder nicht erkrankten Eschen in stark betroffenen Eschenwaldbeständen, nicht im Stadtgebiet oder Solitärbäume;
  • Eschen bis maximal 30 Zentimeter Brusthöhendurchmesser; Ideal sind 20 bis 25 Zentimeter; Je jünger die Bäume sind, desto leichter ist die Ansprache und die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um hochresistente Individuen handelt.
  • Nur Samentragende auswählen;
  • Krone: kein oder nur geringe Kronenschädigung, dichte Belaubung bis in den Spätsommer bzw. Frühherbst. Arttypischer Kronenaufbau
  • Stamm: keine abgestorbenen, häufig zungenförmige, Bereiche am Stammfuss oder Wurzelhals

Hiermit ergeht der Aufruf an Salzburgs Waldbesitzer geeignete Eschen an das Bundesforschungszentrum für Wald mit folgenden Angaben zu melden:

  • Waldbesitzer mit Name und Telefonnummer
  • Geschätzte Anzahl potentiell resistenter Eschen
  • Lage der Bäume bzw. des Bestandes (GPS-Koordinaten zb aus dem SAGIS oder eingezeichnet in einer Forstkarte)
  • Falls möglich Fotos von den Eschen

Für nähere Fragen stehen Ihnen außerdem die Mitarbeiter der Forstabteilung unter Tel. 0662/870571-276 oder forst@lk-salzburg.at zur Verfügung.

Kontakt:
Institut für Waldgenetik
Bundesforschungszentrum für Wald
Seckendorff-Gudent-Weg 8
1131 Wien
Tel. 01/87838-2110
Email: institut2@bfw.gv.at

Weitere Informationen, insbesondere ein Merkblatt mit Bildmaterial, ist auf der Homepage www.esche-in-not.at zu finden. Dort wird es in Kürze auch die Möglichkeit geben, gesunde Eschen Online zu melden.

Waldverband Salzburg

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