Die optimale Holzvermarktung, unter Bedachtnahme auf Abnehmer, Ansprüche der Sägewerke und Holzindustrie, sowie kurzer Transportwege stellt eine der wichtigsten Aufgaben des Waldverbandes dar. Die Sicherung der Holzverkäufe durch Bankgarantien und Warenkreditversicherungen, die transparente Abwicklung und die ständige Präsenz unserer Waldhelfer vor Ort  sind unschätzbare Vorteile für den Waldbesitzer.

Das Salzburger Forstservice

Jene Mitglieder des Waldverbandes Salzburg, die ihren Wald nach den Kriterien einer modernen Forstwirtschaft gepflegt wissen wollen, sind gut beraten, sich an das Salzburger Forstservice zu wenden. Dieses Dienstleistungspaket beinhaltet die forstfachliche Beratung, die darauf ausgerichtet ist, wirtschaftlich und ökologisch hochwertige und stabile Waldbestände zu schaffen.

In Abstimmung mit der Maßnahme wird die Forsttechnik organisiert, die insbesondere auf die boden- und bestandesschonende Bringung sowie marktkonforme Ausformung des Holzes Rücksicht nimmt. Der Abtransport des Holzes wird in engster Absprache mit dem Waldeigentümer durchgeführt, damit die vollständige und korrekte Vermessung und Abrechnung des gesamten erzeugten Holzes sichergestellt ist. Alle Holzlieferungen werden durch Bankgarantien bzw. Warenkreditversicherungen abgesichert.

Darüber hinaus koordinieren die Waldhelfer mögliche forstliche Förderungen, die für Schutzwaldsanierungen bzw. Bestandespflegemaßnahmen gewährleistet und über die Bezirksforstaufsichtsstationen abgewickelt werden. Das Salzburger Forstservice wird in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Salzburg abgewickelt, indem insbesondere die Vermarktung von Hackgut bzw. wichtige Teile in der Forsttechnik über diese Organisation durchgeführt werden.

Flachgau

Der Flachgau zeichnet sich im Voralpengebiet durch zum Teil sehr gute Wachstumsbonitäten sowie im gebirgigen Teil durch oftmals seichtgründige, schwierige Bringungslagen aus. Dies erfordert sehr spezielle Kenntnisse in der Umsetzung von Waldpflege- und Holznutzungsmaßnahmen. Der Flachgau ist aber sehr gut mit Regionalwaldhelfern abgedeckt. Den nördlichen Bereich betreuen Josef Stummvoll, Klaus Niedermüller sowie Reinhard Wimmer, die sich auch in der Abwicklung des letzten Sturmholzes sowie in der Aufarbeitung des Käferholzes bewährt haben. Für die kommende Einschlagssaison ist wieder beabsichtigt, hier einen speziellen Lagerplatz für Kleinmengen und besonders ausgewählte Sortimente zu organisieren. Viele Waldbesitzer sind mittlerweile mit modernen Kranrückewägen ausgerüstet, die es ermöglichen, Kleinmengen an Holz auch über größere Entfernungen zum Sammelplatz zu bringen. Insbesondere beim Laubholz zeigt sich, dass oftmals auch bei größeren Nutzungen einzelne, sehr wertvolle Stämme anfallen. Damit diese einen entsprechenden Preis im Absatz finden, ist es erforderlich, sie einer gesonderten Vermarktung zuzuführen. Geschehen kann dies zum einen über die Laubholzsubmission, die alljährlich mit dem Bäuerlichen Waldbesitzerverband Oberösterreich durchgeführt wird oder indem diese Sortimente besonderen Abnehmern angeboten werden. Damit unnötige Wege vermieden werden, können die Waldhelfer bereits vor Beginn der Nutzung bzw. vor dem Ablängen des Holzes beratend in Anspruch genommen werden.

Den Flachgau südlich und östlich des Haunsberges betreuen die Waldhelfer Johann Riedl, Hermann Weiß, Josef Eisl und Andreas Maierhofer. Auch diese Waldhelfer kennen sich sehr gut mit den regionalen Verhältnissen aus. In ihrem lokalen Umfeld gibt es auch noch eine Reihe an kleineren Sägewerken, die mit speziellen Sortimenten beliefert werden können. Dadurch ist es sowohl bei großen Holzmengen als auch bei kleineren Nutzungen den Waldhelfern im Flachgau möglich, für jeden Waldbesitzer bestmögliche Erträge zu erzielen.

Tennengau

Der Tennengau weist sehr differenzierte Waldverhältnisse mit einer oftmals sehr großen Baumartenvielfalt auf. Seichtgründige Kalkstandorte wechseln mit tiefgründigen Böden. Auffällig ist in diesem Bezirk der vielfach hohe Tannenanteil, der ihm auch ursprünglich den Namen gegeben hat, und hier liegt auch die große Herausforderung. Die Tanne ist sehr trockenheitsverträglich  und sturmfest und sie leistet auf vergleichbaren Standorten wesentlich mehr an Zuwachs als die Fichte. Dies kompensiert bei weitem die Preisabschläge der Tanne, sodass sie für die Zukunft verstärkt Beachtung finden sollte. Sie erfordert jedoch eine besondere waldbauliche und jagdliche Behandlung.

Das Gelände ist im Tennengau in vielen Bereichen nicht ganz leicht für eine Walderschließung, sodass vielfach Seilgeräte erforderlich sind, um das Holz aus dem Wald zu bringen. Insgesamt bietet aber der Tennengau trotz seiner eher geringen Flächenausdehnung dennoch ein enormes Potenzial an Holznutzung im bäuerlichen Wald. Und die Nähe zu den großen Holzverarbeitern bringt insbesondere beim Industrieholz Standortvorteile. Die Waldhelfer Hermann Weiß, Gregor Eibl, Matthias Posch und Blasius Reschreiter wissen um die Herausforderungen in dem Gebiet, das sie betreuen, und sie besitzen eine große Erfahrung in der Vermarktung der unterschiedlichen Holzarten und Holzqualitäten.

Pinzgau

Der Pinzgau ist in seiner waldbaulichen Vielfalt als sehr breit einzustufen. Die Kalk- und Dolomitstandorte im Norden besitzen eine sehr große Artenvielfalt mit unterschiedlichsten Standortsbedingungen und Bringungslagen. Die talnahen Lagen des Mitterpinzgaues wären auf Grund ihrer standörtlichen Güte durchaus laubholzfähig. Hier stocken die wüchsigsten Fichten- und Tannenbestände, die es weit um gibt. In den Tälern zum Alpenhauptkamm geht der hochmontane Fichten-Tannen-Wald in einen subalpinen Fichten-Lärchen-Zirbenwald über. In diesen Bereichen finden sich auch ausgedehnte Schutzwaldflächen an den steilen Talflanken. In dieser Vielfalt erfordert jeder einzelne Waldbestand einen sorgsamen Umgang, damit bestmöglich alle geforderten Funktionen erfüllt werden.

Betreut wird der Pinzgau von drei Waldhelfern. Herbert Steger im zentralen Pinzgau kümmert sich neben zahlreichen Bauernwäldern auch um  größere Waldbesitzer, die die Leistungen des Waldverbandes schätzen, sowie um eine Reihe von Agrargemeinschaften. Hansjörg Kirchner betreut im Oberpinzgau zum einen die Servitutsgemeinschaften, die dort aufgrund des hohen Anteils an Staatswald regionaltypisch sind, und zum anderen natürlich auch die privaten Waldbesitzer. Den Saalachpinzgau hat Alois Scheiber in seine Betreuung übernommen. Er ist ausgebildeter Forstwirtschaftsmeister und er besitzt besondere forsttechnische Kenntnisse. Dadurch ist jeder Waldbestand, der ihm zur Pflege oder Holznutzung anvertraut wird in besonders guten Händen.

Pongau

Der Pongau zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an Privatwald aus. 60.000 ha sind in diesem Gebiet der Besitzkategorie Kleinprivatwald bis 200 ha zuzuordnen. Somit ist ein Drittel des gesamten Salzburger Kleinprivatwaldes im Pongau vorhanden. Insbesondere die Wälder auf Schiefergestein im zentralen Pongau zeichnen sich durch bestes Wachstum aus. Die Fichten erreichen aber auch in den Gebirgstälern auf Grund der ausgezeichneten Nährstoff- und Wasserversorgung Dimensionen und Qualitäten, die als sehr gut einzuschätzen sind. Gefährdet sind jedoch die mittleren Höhenlagen oftmals durch Schneedruck, sodass hier ein besonderes Augenmerk auf die zeitgerechte Pflege zu legen ist. Die Waldhelfer des Pongaues Matthias Ganschitter, Johann Ganschitter, Robert Obermoser und Johannes Weißenbacher wissen mit diesen Situationen umzugehen und können die Waldbauern frühzeitig darin unterstützen, stabile Waldbestände zu erreichen. Erfreulich ist im Pongau die Struktur der Holzernteunternehmen sowie der Holzabnehmer.  Es finden sich zahlreiche bäuerliche Holzernteunternehmen, die eine saubere Arbeit liefern. Und eine Reihe an erfolgreichen, mittelständischen Sägewerken übernimmt das Holz nach kurzen Transportwegen.

Lungau

Der Lungau ist waldbaulich gesehen, eine eigene Kategorie, indem sowohl das Grundgestein als auch die klimatischen Verhältnisse keine ernstzunehmenden Laubholzanteile ermöglichen. Die natürliche Waldgesellschaft im Lungau ist der montane und subalpine Fichtenwald mit beigemischten Tannen, Lärchen und Zirben. Die Höhenlage in Verbindung mit den reduzierten Niederschlägen führen auch gegenüber den besten Bonitäten im Land zu einem reduzierten Wachstum. Dafür ist die Holzqualität als hervorragend einzustufen. Durch die kurze Vegetationszeit und dem kaum vorhandenen Herbst weisen die Fichten äußerst schmale Jahrringe mit geringen Spätholzanteilen auf, was zu einem blütenweißen Fichtenschnittholz führt. Die waldbauliche Herausforderung im Lungau ist es, die Lärche in ihrem Wachstum so zu fördern, dass die Standfestigkeit gegenüber Schneedruck passt und gleichzeitig eine natürliche Astreinigung erfolgt, die für die Qualität entscheidend ist.

Nach einer sorgsamen Verjüngung der Bestände ist hier vor allem die Dickungspflege für die Zukunft entscheidend. Aber auch in der Durchforstung ist besonderes Augenmerk auf Qualität und Standfestigkeit zu legen. Den Lungau betreuen die beiden Waldhelfer Gerhard Pagitsch sowie Franz Bliem. In enger Abstimmung mit den Bezirksförstern unterstützen sie die Waldbesitzer auch sehr intensiv in Förderungsangelegenheiten. Auffällig im Lungauer Bauernwald sind die ausgedehnten, mittelalten Waldbestände, die dringend Durchforstungen benötigen. Hier haben sich die beiden Waldhelfer in den letzten Jahren besonders verdient gemacht, weil sie mit moderner Forsttechnik sehr bestandesschonend wertvolle Bestände geschaffen haben. Und auch die Verbindung zu den lokalen Sägewerken ist als besonders erfreulich einzustufen. Sie wissen wie man das Lungauer Holz am Weltmarkt erfolgreich platziert.